Planungswerkstatt 3b: Bewertungsmethodik für den Variantenvergleich und Arbeitsstand der Trassenvarianten

Am 14. Oktober fand die Planungswerkstatt 3b digital statt. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Methodik, mit der die verschiedenen Varianten vergleichend bewertet werden sollen. Außerdem diskutierten die Mitglieder mit der DEGES den aktuellen Stand der Trassenvarianten.

Eine ausführlichere Dokumentation der Planungswerkstatt wird in den kommenden Tagen in der Mediathek zur Verfügung gestellt. Dort befindet sich ebenfalls die Präsentation zur Sitzung der Planungswerkstatt.

Die Planungswerkstatt 3b schloss an die vorangegangene PW 3a an und bildete mit ihr die Grundlage für den nächsten Schritt des Beteiligungsprozesses, in dem die Varianten verglichen und erörtert werden sollen. Die Ergebnisse dieser PW 4 werden in den darauffolgenden Online-Dialog zur Trassenbewertung einfließen.

Die Ziele der Planungswerkstatt 3b waren:

  • Offene Fragen zum Verkehrsgutachten klären.
  • Die Bewertungsmethodik als Schema für den Variantenvergleich erläutern und mit der Planungswerkstatt diskutieren. Dabei wurde verdeutlicht, wo und wie die Ziele der Region in der Bewertungsmethodik eingebettet sind.
  • Einen klaren Überblick über die erarbeiteten Trassenvarianten vermitteln, damit diese in der PW 4 sachlich bewertet und verglichen werden können. In diesem Zuge wurde der Entwicklungsprozess der Trassen seit der PW 3a erläutert.

Die Mitglieder erhielten vorab ein umfangreiches Informationsdossier zur persönlichen Vorbereitung für die Planungswerkstatt. Darin ist auch die Bewertungsmethodik für den Variantenvergleich beschrieben, die das zentrale Thema der Sitzung darstellte. Zunächst schilderten Dr. Susanne Koss, Projektmanagerin Umwelt der DEGES, und Friedhelm Wolff, Umweltplaner der GÖG - Gruppe für ökologische Gutachten GmbH, in einem Fachvortrag die Bewertungsmethodik in ihren Teilaspekten. Außerdem zeigten sie auf, inwiefern sich die in der ersten Planungswerkstatt gesammelten Ziele der Region in der Bewertungsmethodik wiederfinden.

Unterstützt durch eine digitale Umfrage konnten die Mitglieder den Planer*innen der DEGES ihre Version der belangübergreifenden Gesamtabwägung als ersten Eindruck zur Kenntnisnahme mitgeben. Hierfür konnten die Mitglieder in zwei Durchläufen die Aspekte „Umwelt (UVS)“, „raumstrukturelle/städtebauliche Belange“, „verkehrliche Beurteilung“, „Kosten (Wirtschaftlichkeit)“ und „Entwurfs-/Sicherheits-/Bautechnik“ prozentual zueinander gewichten. Dabei räumten die Mitglieder in den ersten beiden Durchläufen den Aspekten „Umwelt“, „verkehrliche Beurteilung“ sowie „raumstrukturelle/städtebauliche Belange“ besonders viel Gewicht ein. Beim anstehenden Variantenvergleich sollen laut der Planungswerkstatt die zuletzt genannten Aspekte stärker gewichtet werden als die Entwurfs-/Sicherheits-/Bautechnik sowie die Kosten (Wirtschaftlichkeit). Ein dritter Durchlauf wird im Nachgang an die Planungswerkstatt unter den Mitgliedern stattfinden. Die genauen Ergebnisse der durchgeführten Umfragen sind in der Dokumentation zur Sitzung einsehbar. Dort werden auch die Ergebnisse des dritten Durchlaufs Anfang November ergänzt. Alle Ergebnisse werden von der Fachplanung der DEGES in ihrer weiteren Abwägung berücksichtigt.

Im Anschluss an den inhaltlichen Teil zur Bewertungsmethodik stellte Jörg Nicklas, Projektingenieur Entwurf der DEGES, vor, wie sich die Trassenvarianten seit der letzten Planungswerkstatt entwickelt haben. Da die Bearbeitung der Prüfaufträge inzwischen abgeschlossen ist, konnte die Fachplanung zum Thema der Trassenvarianten keine weiteren Hinweise mehr aufnehmen, jedoch Verständnisfragen klären. Der aktuelle Stand der Trassenvarianten ist in der Präsentation in der Mediathek einsehbar. Außerdem liegt in der Mediathek eine Übersichtskarte zu den Trassenvarianten.